Karpfen und andere Fische

In den Monaten mit „R“ ist in Franken Karpfenzeit und natürlich findet Ihr dann auch in vielen Bamberger Gasthäusern Karpfen in verschiedenen Zubereitungsarten auf der Karte. Traditionell werden die Karpfen im Herbst abgefischt und im April beginnt die neue Saison und die Teiche werden mit frischen Setzlingen besetzt.

Von der Zubereitung

Blau (in Essigsud gekocht), gebacken, ohne Gräten als Filet, als gebackene Streifen oder als Tatar? Es gibt verschiedene Zubereitungsarten für den Karpfen, wobei der Karpfen mit knuspriger Panade oder im Bierteig gebacken, sicherlich die beliebteste Zubereitungsart im Fränkischen ist.

Aischgründer Karpfen

Eine besondere Spezialität ist der Aischgründer Karpfen, der seit November 2012 eine nach EU-Recht geschützte geographische Angabe wie z.B. das Bamberger Hörnla ist. Die Aisch ist ein Nebenfluss der Regnitz. Mein Tipp: Vorzüglichen Aischgründer Karpfen bekommt Ihr in Bamberg z.B. im Gasthaus Wilde Rose.

F(r)isch vom Markt

bekommt Ihr regionalen Fisch, wie z. B. Saibling, Forelle und Karpfen auch auf dem Bamberger Bauernmarkt am Stand der Familien Hänel und Lederer, die im nahegelegnen Juratal ihre Zuchtbetriebe haben.

Die Fischersiedlung Klein Venedig

Bis heute erinnert die Fischersiedlung Klein Venedig am Ufer der Regnitz an die frühere Bedeutung der Fischerei in Bamberg.

Die kleinen, dicht aneinandergedrängten Fachwerkhäuser stammen überwiegend aus dem Mittelalter. So hübsch und romantisch diese Häuschen heute anzusehen sind, so beschwerlich war es früher dort zu leben. Die Arbeit der Fischer war hart, die Häuser waren feucht und ständig von Hochwasser bedroht. Die Balkone dienten einzig und alleine dem Trocknen der Netze und nicht dem Sonnenbad. Begrünte und bepflanzte Vorgärten gab es damals ebensowenig wie gute Luft, denn die Fischerhäuser lagen direkt neben dem Schlachthaus, das seine Abfälle im Fluss entsorgte.

Fischersleut‘

In der Kapuzinerstr. 5 befindet sich bis heute die Untere Schiffer- und Fischerzunft Bambergs, die auf Antrag auch Angelkarten ausstellt. Die Fischerzunft wurde bereits Ende des 13. Jahrunderts gegründet und gehört damit zu den ältesten Handwerkszünften in der Stadt.

Hier werden noch prachtvolle Zunftgeräte und Prozessiongerätschaften aufbewahrt. Wer genau hinsieht, findet in der Altstadt zahlreiche Hinweise auf die Fischerei, wie z.B. an diesem Haus in der Kapuzinerstraße, das ein Schiff als Hauszeichen besitzt. Die nahegelegene Fischstrasse erinnert heute nur noch dem Namen nach an einen ehemaligen Verkaufsort für Fisch.

Regnitzfische

Die Regnitz gilt als fischreich. Viele typische mitteleuropäische Fischarten wie z.B. Bachforelle, Döbel, Flussbarsch, Hecht, Karpfen, Regenbogenforelle, Rotauge, Rotfeder, Schleie, Wels und Zander kommen hier vor.

Fische findet man in Bamberg überall, man muss nur genau hinschauen.

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